Pressemitteilungen

Pressemmitteilung

An der Strippe:      

Die Schwerbehindertenvertreterin im HDV, Herta Steigerwald

B.J: „Frau Steigerwald, Sie sind seit zwei Jahren im HdV Schwerbehindertenvertretung. Was war für Sie in dieser Tätigkeit, in der zurückliegenden Zeit, am herausragendsten?“
H.S: „Das Amt zu übernehmen, weil es seit vielen Jahren niemanden mehr dafür gab. Es ging darum, es wieder neu zu beleben und zu besetzen. Das wollte ich gerne tun.“

B.J: „Was ist Ihnen wichtig zu bewirken?“
H.S: „Für den Begriff Schwerbehindertenvertretung gibt es noch einen anderen, den der Vertrauensperson, in meinem Fall der Vertrauensfrau, diese Bezeichnung trifft das Amt besser, denn es ist ja eine Interessenvertretung nach § SGB IX. Ich bin zuständig für schwerbehinderte Kolleg:innen und sog. Gleichgestellte.
Um diese komplexe Arbeit machen zu können, habe ich eine Grundlagenschulung beim Integrationsamt gemacht und bin übers Jahr in zwei Arbeitskreisen angebunden, in einem des Integrationsfachdienstes und in einem des VDK.“

B.J: „Gibt es Unterstützungspunkte die wünschenswert wären?“
H.S: „Ich finde, dass es schon viel Unterstützung gab. Zum einen, durch die Geschäftsführung und auf der zweiten Ebene durch die Kooperation mit der MAV . So haben wir zusammen z. B. einen Ablauf zum Stellenbesetzungsverfahren erarbeitet, wenn schwerbehinderte Menschen am Bewerbungsverfahren teilnehmen. Da ist die Schwerbehindertenvertretung laut Gesetz nämlich zu beteiligen.“

B.J: „Wie wird das Angebot von den betroffenen Mitarbeiter:innen angenommen?“
H.S: „Bei den, im Schnitt 15 Personen ist die Hilfestellung gut angenommen worden. Die Leute sind froh, dass es das jetzt gibt. Auch hinsichtlich Wiedereingliederungsmanagement, was mit dabei ist. Oft geht es auch um die Anerkennung des Status der Schwerbehinderung, denn der gesellschaftliche Trend zeigt sich dahingehend, die Ausstellung eines SB-Ausweises zu erschweren, was in Zusammenhang mit dem sich erhöhenden Anteil an psychischen Erkrankungen in der Gesellschaft stehen könnte. Und natürlich ist auch jetzt in der Pandemiezeit ein großes Thema Kontakte zu vermeiden, was für Menschen mit Beeinträchtigungen einen eigenen Stellenwert hat. Insgesamt hat diese Arbeit auch einen Präventionsauftrag.“

B.J: „Welche Zukunftsmission haben Sie für diesen Tätigkeitsbereich?“
H.S: „Es ist ein schönes Amt, was Freude macht, sich für andere einzusetzen. Ich kann nur jeden dazu aufrufen, sich für diese Art Ämter zur Verfügung zu stellen. Bislang melden sich die Ratsuchenden nach Bedarf, über Mail oder per Telefon. Es wäre aber noch mehr möglich: mein Ziel ist es z. B. zukünftig eine Schwerbehinderten-Versammlung durchführen zu können. Da bleibt wegen Corona auch viel auf der Strecke. Da ich selbst nun auch nicht mehr zu den Jüngsten gehöre mache ich kein Geheimnis daraus, dass ich es auch persönlich interessant fand, die eine oder andere Information zu lernen, die man als älterer Mensch allgemein so gebrauchen kann. Persönlich empfehlen kann ich z. B. eine Impfung gegen Gürtelrose, die für Menschen über 60 neuerdings von der ständigen Impfkommission empfohlen wird und für Personen dieser Altersgruppe von der Krankenkasse gezahlt wird.
Meine Hauptmotivation war der Gedanke, dass Erkrankung oder Schwerbehinderung uns alle als Schicksalsschlag von heute auf morgen betreffen kann.
Mein großer Traum ist es, eine stadtteilvernetzte Kulturveranstaltung für und mit diesem, auch für die Arbeitswelt so wichtigen Personenkreis zu machen.“

B.J: „Frau Steigerwald ich danke Ihnen für dieses wertvolle Gespräch.                       

Barbara Jansohn, 08.02.21

Pressemitteilung

Mit wenigen Klicks: Sozial-caritative Projekte in der Region online fördern
Caritas-Gemeinschaftsstiftung startet bistumsweite Plattform

Limburg, 24.11.2020. „Spenden Stiften Strahlen – Caritas im Bistum Limburg“ ist die erste digitale Spendenplattform in Deutschland, die caritative Akteure bistumsweit vereint.

„Der Start der Plattform ist ein wegweisender Schritt, um das Spenden- und Stiftungswesen im Bistum Limburg effizienter, transparenter und zukunftsfähiger zu gestalten“, so Sonja Peichl, Geschäftsführerin der Caritas-Gemeinschaftsstiftung im Bistum Limburg, die die Webseite betreibt. „Mit neuen Strategien, Online-Kanälen und technischen Möglichkeiten wollen wir die Zivilgesellschaft stärken, Mitwirkende besser vernetzen, Förderer und Förderinnen für die Arbeit der Caritas im Bistum Limburg gewinnen.“ Ab sofort können Nutzer unter www.spendenstiftenstrahlen.de beispielsweise für aktuelle Projekte spenden, sich über Themen rund um Vorsorge, Stiften und Testament informieren und kostenfreies Material herunterladen.

Das Projekt vereint zu Beginn caritative Verbände, Einrichtungen sowie Stiftungen. Aufgenommen werden kurzfristig weitere Organisationen und Einrichtungen, die mehr Öffentlichkeit und neue Förderungen für ihr regionales Engagement benötigen. „Die Plattform ist ein Meilenstein in Sachen Digitalisierung des regionalen Spenden- und Stiftungswesens. Die dort gezeigten Projekte und die beteiligten Akteure verdienen mehr öffentliche Anerkennung und finanzielle Unterstützung für ihre wertvollen Beiträge zum Allgemeinwohl. Die Vision einer menschenfreundlicheren Zukunft können wir auch im digitalen Raum nur gemeinsam gestalten“, betont Sonja Peichl.

Gerade für die kommende Weihnachtszeit bietet die Plattform eine unkomplizierte und sichere Möglichkeit, etwas für die Menschen in der eigenen Region zu tun.

Wer profitiert von den Spenden und Förderungen?

Zahlreiche Menschen im Bistum Limburg befinden sich in verschiedensten sozialen Notlagen. Die Caritas unterstützt diese Menschen durch praktische Hilfe, durch Beratung und Begleitung und durch Interessenvertretung der Einrichtungen und Mitgliedsverbände. Die Hilfsangebote der Caritas finanzieren sich aus öffentlichen Zuschüssen, der Sozialversicherung, aus Beiträgen von Kunden, Klienten oder Patienten, Kirchensteuermitteln, Eigenmitteln sowie aus Spenden und Fördermitteln. Der Finanzierungssäule Spenden und Fördermittel kommt in Zeiten rückläufiger staatlicher Zuschüsse und perspektivisch sinkender Kirchensteuermittel eine enorme strategische Bedeutung zu.

„Viele Angebote, Projekte und Innovationen der Caritas sind in der heutigen Zeit nicht mehr ohne Spendengelder und Fördermittel denkbar. Wir müssen uns breiter aufstellen, um Qualität und Professionalität weiter hochzuhalten. Und genau das ist unser Anspruch“, sagt Diözesancaritasdirektor Jörg Klärner.

Der digitale Wandel sei eine Chance, um die Öffentlichkeit für die Finanzierungssituation im sozial-caritativen Sektor zu sensibilisieren. „Zukünftig brauchen wir mehr digitale Kanäle, um gerade Privatpersonen beispielsweise über soziale Netzwerke besser zu erreichen“, betont Klärner. Der Diözesancaritasverband sehe die Digitalisierung als einen fortlaufenden Prozess und die Plattform „Spenden Stiften Strahlen“ sei daher ein Medium, um im Austausch zu bleiben und soziale Projekte der Zukunft zu fördern.

Spendenprojekte in Frankfurt am Main

Wer sich für Spendenobjekte in der eigenen Region interessiert, kann sich über die verschiedenen Filteroptionen auf Spenden Stiften Strahlen schnell einen Überblick verschaffen.

Aktuell bittet das Haus der Volksarbeit e. V. in Frankfurt am Main beispielsweise um Spenden zur Unterstützung für die Initiative Allenstein für die individuelle Beratung von Menschen mit Behinderungen oder für die Ehe- uns Sexualberatung für Migrant*innen und Geflüchtete.

Auch die Karl Pehl Stiftung des Haus der Volksarbeit e. V. ist dort unter dem Dach der Caritas-Gemeinschaftsstiftung zu finden.

„Spenden Stiften Strahlen“ im Überblick

Benutzerfreundlich, in modernem Design und optimiert für alle Endgeräte bietet  www.spendenstiftenstrahlen.de einen schnellen Zugang zu verschiedenen Bereichen. Das multimediale Online-Angebot besteht aus vier Haupt-Menüpunkten: Spenden, Stiften, Strahlen und Service.

In der Rubrik „Spenden“ werden die unterschiedlichen Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung von sozialen Projekten und caritativen Verbänden dargestellt. Diese reichen von der Spende für aktuelle Projekte aus dem ganzen Bistum Limburg bis hin zur Option, eigene Spendenaktionen aufzusetzen. Die Kategorie „Stiften“ richtet sich an alle Interessenten, die mehr über das Stiftungswesen im Bistum erfahren wollen und eventuell selbst zu Stiftern werden möchten.

Inspiration und Vorbild für andere sein, darum geht es in der Rubrik „Strahlen“. Dort werden Kampagnen der Caritas-Gemeinschaftsstiftung gezeigt sowie im Blog-Bereich erfolgreiche Projekte vorgestellt. Der Service-Teil rundet das Angebot der Plattform ab mit einem Newsletter, Veranstaltungshinweisen und kostenfreien Download-Informationen zu den Themen Spenden und Stiften sowie Material für die Presse.

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