Pressemitteilung

„Von der Suppenküche zur Volksküche“

 Versorgungsküche im HdV feierte ihr Einweihungsfest

Der 03.07.2017 ist Küchenchef, Fritz Schmidt noch gut in Erinnerung. An diesem Tag ging nämlich die im Haus der Volksarbeit ansässige Versorgungsküche an den Start. Seit diesem Tag bereiten der gelernte Koch und seine vier MitarbeiterInnen von Montag bis Freitag für die fünf Kitas, die vier Tagesgruppen und die Wohngruppe Marco Polo, jeden Mittag ein schmackhaftes und gesundes Essen zu. Gekocht wird nämlich ausschließlich regional, jahreszeitengemäß und aus ökologischem Anbau, und zweimal die Woche vegetarisch. 220 Kinder und Jugendliche von einem halben bis 18 Jahren werden seither über die Volksküche versorgt, denen es so gut schmeckt, dass wenig oder gar nichts vom Mittagstisch übrig bleibt.

Eine Küche ist ein Zentrum von einem Haus“, sagte Julia-Wilke-Henrich, die neben dem HdV nun auch die zweite Geschäftsführung für die Volksküche gGmbH übernommen hat, beim Einweihungsfest „Die Volksküche passt gut zum HdV, das vor über 70 Jahren ja mal aus einer Suppenküche für Bedürftige in der Nachkriegszeit entstanden ist“, sagt sie stolz. Besonders freut sie, dass sowohl der Landeswohlfahrtsverband Hessen und die „Aktion Mensch“ mit Fördermittel den Inklusionsbetrieb unterstützen, denn zu 50 % werden hier Menschen mit einer Beeinträchtigung beschäftigt. In dem fünfköpfigen Team, vertreten durch eine junge Dame und einem Herren, jeweils fünf Stunden und einem Herren mit 7,75 Stunden täglich. Fritz Schmidt freut sich ebenfalls über seine MitarbeiterInnen: „Jeder hat seine Stärken, die hier eingebracht werden“, sagt er und fügt hinzu: „Es macht richtig Spaß, von den Arbeitsbedingungen her und mit meinem Team, dass sich ebenfalls im Betrieb wohl fühlt.“ „Es geht uns um ein gutes Essen für die Gesundheit“, erläutert Julia Wilke-Henrich die Hintergrundidee, die von der HdV-Qualitätsbeauftragten, Kristina Beer, als Prokuristin für den Betrieb in die Tat umgesetzt wurde, nach einem Grundsatz aus der Bibel: „Reichtum ist nicht besser als die Gesundheit des Leibes.“ Und Stadtdekan Dr. Johannes zu Eltz fügt bei der Einsegnung des Betriebes hinzu: „Eine Volksküche ist ein Verband von Menschen, essen ist essenziell und schon Jesus, der das leibliche Wohl zu schätzen wusste sagte, die Leute nennen mich ein Fresser und Säufer.“

„Das frisch gekocht wird, das riecht man und das schmeckt man“, lobt Vorstandsvorsitzender Hermann J. Menne die Volksküche, deren Namensnennung auch zu Diskussionen geführt habe. „Doch niedrigschwelliger geht es nicht, der Name wirkt einladend“; sagt er. Gutes Essen brauche Erfahrung, die sei hier vorhanden und solle auch noch weiter wachsen und zukünftig auch andere Kitas dazu einladen die Volksküche zu probieren. Das angestrebte Ziel eines Cateringservices wird bereits schon vereinzelt umgesetzt, bei gebuchten Veranstaltungen im HdV oder für Feierlichkeiten im fwg-Cafe.

Wie professionell das jetzt schon gelingt, war wieder beim anschließenden kalt-warmen Buffet, wohltuend zu probieren, passend zu den musikalischen Darbietungen der Rolling Allenstones aus ihrer neuen CD, „Hausgemacht“ und dem Film eines Marco-Polo-Mitarbeitenden, aus dem Alltag der Volksküche.

Für alle, die jetzt auf den Geschmack gekommen sein sollten, gibt es bereits einen Volksküchenflyer, mit einer Preisliste für die leckeren Angebote auf Anfrage.

Guten Appetit.


Barbara, Jansohn, 14.08.2018
Pressearbeit HdV e. V.