Pressemitteilung

„Authentisches Arbeiten in einem gut funktionierendem Netzwerk“

Initiative Allenstein im Haus der Volksarbeit hat jetzt eine weibliche Leitung

Es gab viele gute Gründe für Beatrix Parsons ihre beruflichen Zelte im Frankfurter Haus der Volksarbeit aufzuschlagen. Auch wenn die ausgebildete Diplom-Sozialpädagogin mit ihrem Ehemann bei Marburg lebt und dort schon viele berufliche Erfahrungen im Laufe der Jahre sammeln konnte, zog es sie, wie ihren Mann zum Arbeiten doch in die Mainmetropole. „Gereizt hat mich, wie Betreutes Wohnen in der Stadt aussieht und Möglichkeiten dazu aussehen“, sagt die 48-Jährige, die seit Mitte März die neue Leitung bei der Initiative Allenstein im Haus der Volksarbeit ist.  

Auch die Größe der Einrichtung und dass es eine Selbsthilfegruppe ist, was sie aus ihrem bisherigen Arbeitsfeld so nicht kannte und nicht zu vergleichen mit einer stationären Eirichtung sei, habe sie als berufliche Weiterentwicklung dazu bewogen die 100 % Stelle anzunehmen. Was sie besonders spannend findet, ist die Vernetzung des Hauses, die Ihrem Wunsch nach einem guten Arbeitsklima und Zusammenarbeit mit allen KollegInnen im Haus und der daraus resultierenden eigenen Arbeitszufriedenheit schon ein ganzes Stück näher kommt. „Meine berufliche Wahl hatte aber auch ganz private Gründe“, denn meine Familie lebt im Odenwald und unsere Tochter studiert in Heidelberg. So kommen mein Mann und ich durch unsere Arbeitsplatzwahl auch unserer Familie näher und können sie öfter besuchen“, sagt die sympathische, ehemalige Jurastudentin, die in ihrem juristischen Grundstudium ebenfalls in Heidelberg die „Gerechtigkeit suchte, aber nicht gefunden hatte“, wie sie sagt. 

Die ersten drei Lebensjahre ihrer Tochter konzentrierte sie sich aufs Mutter sein. Durch ihren britischen Ehemann spricht sie fließend Englisch, arbeitete als Übersetzerin, was sie von zu Hause aus tätigen konnte und sich gut mit ihrem Lebenskonzept vereinbaren ließ. Als der Wunsch wieder in ihrem eigentlichen Beruf zu arbeiten größer wurde, fing sie bei der Lebenshilfe Marburg an, blieb dort einige Jahre, wechselte dann in eine Jugendhilfeeinrichtung und arbeitete zuletzt in einer anthroposophischen Arbeitsgemeinschaft in Marburg mit geistig beeinträchtigten Menschen, wurde Leitung im Betreuten Wohnen und Assistentin der Wohnbereichsleitung und Geschäftsleitung und baute schließlich eine Vertrauensstelle zur Gewaltprävention auf, um etwas gegen strukturelle, physische, psychische, sexuelle und verbale Gewalt in Bezug auf beeinträchtigte Menschen, und für deren Selbstbestimmungsrecht zu tun.

Und jetzt will sie in ihrer Einrichtung erst einmal Fuß fassen, einarbeiten, alles kennenlernen. Für ein authentisches Arbeiten. Herzlich Willkommen.       

Barbara Jansohn, 03.05.2018
Pressearbeit HdV e. V.