Pressemitteilungen

Studierende im HdV kommen zu Wort

Vom Präsenzstudiengang zum dualen Studiengang

"... Bereits von Anfang an wurde mir viel Vertrauen, Wertschätzung, Ernsthaftigkeit und Höflichkeit seitens der Leitung und Kolleg*innen entgegengebracht, weshalb ich mich sehr wohl im Team fühlte und recht schnell meinen Platz fand. Durch die konstruktive Begleitung meiner Praxisanleiterin konnte ich, während den Anleitergesprächen, Arbeitsabläufe und -prozesse besser reflektieren und nachvollziehen, welche bei Bedarf auch in der Supervision Thema wurden. Mir wurde es ermöglicht, eigenständige Angebote zu planen und anzubieten. Ab April 2019 durfte ich die administrativen Tätigkeiten des Trägers in der Verwaltung kennenlernen und gleichzeitig noch einige Stunden in der Krabbelstube arbeiten. Mit dieser Lösung war ich sehr zufrieden, da ich die Verwaltungstätigkeiten als einen schönen Ausgleich zum oftmals turbulenten Kitaalltag empfand, trotzdem aber die KiTa-Tätigkeiten weiter führen durfte, die mir großen Spaß bereiten ..."

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Pressemmitteilung

An der Strippe:      

Die Schwerbehindertenvertreterin im HDV, Herta Steigerwald

B.J: „Frau Steigerwald, Sie sind seit zwei Jahren im HdV Schwerbehindertenvertretung. Was war für Sie in dieser Tätigkeit, in der zurückliegenden Zeit, am herausragendsten?“
H.S: „Das Amt zu übernehmen, weil es seit vielen Jahren niemanden mehr dafür gab. Es ging darum, es wieder neu zu beleben und zu besetzen. Das wollte ich gerne tun.“

B.J: „Was ist Ihnen wichtig zu bewirken?“
H.S: „Für den Begriff Schwerbehindertenvertretung gibt es noch einen anderen, den der Vertrauensperson, in meinem Fall der Vertrauensfrau, diese Bezeichnung trifft das Amt besser, denn es ist ja eine Interessenvertretung nach § SGB IX. Ich bin zuständig für schwerbehinderte Kolleg:innen und sog. Gleichgestellte.
Um diese komplexe Arbeit machen zu können, habe ich eine Grundlagenschulung beim Integrationsamt gemacht und bin übers Jahr in zwei Arbeitskreisen angebunden, in einem des Integrationsfachdienstes und in einem des VDK.“

B.J: „Gibt es Unterstützungspunkte die wünschenswert wären?“
H.S: „Ich finde, dass es schon viel Unterstützung gab. Zum einen, durch die Geschäftsführung und auf der zweiten Ebene durch die Kooperation mit der MAV . So haben wir zusammen z. B. einen Ablauf zum Stellenbesetzungsverfahren erarbeitet, wenn schwerbehinderte Menschen am Bewerbungsverfahren teilnehmen. Da ist die Schwerbehindertenvertretung laut Gesetz nämlich zu beteiligen.“

B.J: „Wie wird das Angebot von den betroffenen Mitarbeiter:innen angenommen?“
H.S: „Bei den, im Schnitt 15 Personen ist die Hilfestellung gut angenommen worden. Die Leute sind froh, dass es das jetzt gibt. Auch hinsichtlich Wiedereingliederungsmanagement, was mit dabei ist. Oft geht es auch um die Anerkennung des Status der Schwerbehinderung, denn der gesellschaftliche Trend zeigt sich dahingehend, die Ausstellung eines SB-Ausweises zu erschweren, was in Zusammenhang mit dem sich erhöhenden Anteil an psychischen Erkrankungen in der Gesellschaft stehen könnte. Und natürlich ist auch jetzt in der Pandemiezeit ein großes Thema Kontakte zu vermeiden, was für Menschen mit Beeinträchtigungen einen eigenen Stellenwert hat. Insgesamt hat diese Arbeit auch einen Präventionsauftrag.“

B.J: „Welche Zukunftsmission haben Sie für diesen Tätigkeitsbereich?“
H.S: „Es ist ein schönes Amt, was Freude macht, sich für andere einzusetzen. Ich kann nur jeden dazu aufrufen, sich für diese Art Ämter zur Verfügung zu stellen. Bislang melden sich die Ratsuchenden nach Bedarf, über Mail oder per Telefon. Es wäre aber noch mehr möglich: mein Ziel ist es z. B. zukünftig eine Schwerbehinderten-Versammlung durchführen zu können. Da bleibt wegen Corona auch viel auf der Strecke. Da ich selbst nun auch nicht mehr zu den Jüngsten gehöre mache ich kein Geheimnis daraus, dass ich es auch persönlich interessant fand, die eine oder andere Information zu lernen, die man als älterer Mensch allgemein so gebrauchen kann. Persönlich empfehlen kann ich z. B. eine Impfung gegen Gürtelrose, die für Menschen über 60 neuerdings von der ständigen Impfkommission empfohlen wird und für Personen dieser Altersgruppe von der Krankenkasse gezahlt wird.
Meine Hauptmotivation war der Gedanke, dass Erkrankung oder Schwerbehinderung uns alle als Schicksalsschlag von heute auf morgen betreffen kann.
Mein großer Traum ist es, eine stadtteilvernetzte Kulturveranstaltung für und mit diesem, auch für die Arbeitswelt so wichtigen Personenkreis zu machen.“

B.J: „Frau Steigerwald ich danke Ihnen für dieses wertvolle Gespräch.                       

Barbara Jansohn, 08.02.21