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Mit wenigen Klicks: Sozial-caritative Projekte in der Region online fördern
Caritas-Gemeinschaftsstiftung startet bistumsweite Plattform

Limburg, 24.11.2020. „Spenden Stiften Strahlen – Caritas im Bistum Limburg“ ist die erste digitale Spendenplattform in Deutschland, die caritative Akteure bistumsweit vereint.

„Der Start der Plattform ist ein wegweisender Schritt, um das Spenden- und Stiftungswesen im Bistum Limburg effizienter, transparenter und zukunftsfähiger zu gestalten“, so Sonja Peichl, Geschäftsführerin der Caritas-Gemeinschaftsstiftung im Bistum Limburg, die die Webseite betreibt. „Mit neuen Strategien, Online-Kanälen und technischen Möglichkeiten wollen wir die Zivilgesellschaft stärken, Mitwirkende besser vernetzen, Förderer und Förderinnen für die Arbeit der Caritas im Bistum Limburg gewinnen.“ Ab sofort können Nutzer unter www.spendenstiftenstrahlen.de beispielsweise für aktuelle Projekte spenden, sich über Themen rund um Vorsorge, Stiften und Testament informieren und kostenfreies Material herunterladen.

Das Projekt vereint zu Beginn caritative Verbände, Einrichtungen sowie Stiftungen. Aufgenommen werden kurzfristig weitere Organisationen und Einrichtungen, die mehr Öffentlichkeit und neue Förderungen für ihr regionales Engagement benötigen. „Die Plattform ist ein Meilenstein in Sachen Digitalisierung des regionalen Spenden- und Stiftungswesens. Die dort gezeigten Projekte und die beteiligten Akteure verdienen mehr öffentliche Anerkennung und finanzielle Unterstützung für ihre wertvollen Beiträge zum Allgemeinwohl. Die Vision einer menschenfreundlicheren Zukunft können wir auch im digitalen Raum nur gemeinsam gestalten“, betont Sonja Peichl.

Gerade für die kommende Weihnachtszeit bietet die Plattform eine unkomplizierte und sichere Möglichkeit, etwas für die Menschen in der eigenen Region zu tun.

Wer profitiert von den Spenden und Förderungen?

Zahlreiche Menschen im Bistum Limburg befinden sich in verschiedensten sozialen Notlagen. Die Caritas unterstützt diese Menschen durch praktische Hilfe, durch Beratung und Begleitung und durch Interessenvertretung der Einrichtungen und Mitgliedsverbände. Die Hilfsangebote der Caritas finanzieren sich aus öffentlichen Zuschüssen, der Sozialversicherung, aus Beiträgen von Kunden, Klienten oder Patienten, Kirchensteuermitteln, Eigenmitteln sowie aus Spenden und Fördermitteln. Der Finanzierungssäule Spenden und Fördermittel kommt in Zeiten rückläufiger staatlicher Zuschüsse und perspektivisch sinkender Kirchensteuermittel eine enorme strategische Bedeutung zu.

„Viele Angebote, Projekte und Innovationen der Caritas sind in der heutigen Zeit nicht mehr ohne Spendengelder und Fördermittel denkbar. Wir müssen uns breiter aufstellen, um Qualität und Professionalität weiter hochzuhalten. Und genau das ist unser Anspruch“, sagt Diözesancaritasdirektor Jörg Klärner.

Der digitale Wandel sei eine Chance, um die Öffentlichkeit für die Finanzierungssituation im sozial-caritativen Sektor zu sensibilisieren. „Zukünftig brauchen wir mehr digitale Kanäle, um gerade Privatpersonen beispielsweise über soziale Netzwerke besser zu erreichen“, betont Klärner. Der Diözesancaritasverband sehe die Digitalisierung als einen fortlaufenden Prozess und die Plattform „Spenden Stiften Strahlen“ sei daher ein Medium, um im Austausch zu bleiben und soziale Projekte der Zukunft zu fördern.

Spendenprojekte in Frankfurt am Main

Wer sich für Spendenobjekte in der eigenen Region interessiert, kann sich über die verschiedenen Filteroptionen auf Spenden Stiften Strahlen schnell einen Überblick verschaffen.

Aktuell bittet das Haus der Volksarbeit e. V. in Frankfurt am Main beispielsweise um Spenden zur Unterstützung für die Initiative Allenstein für die individuelle Beratung von Menschen mit Behinderungen oder für die Ehe- uns Sexualberatung für Migrant*innen und Geflüchtete.

Auch die Karl Pehl Stiftung des Haus der Volksarbeit e. V. ist dort unter dem Dach der Caritas-Gemeinschaftsstiftung zu finden.

„Spenden Stiften Strahlen“ im Überblick

Benutzerfreundlich, in modernem Design und optimiert für alle Endgeräte bietet  www.spendenstiftenstrahlen.de einen schnellen Zugang zu verschiedenen Bereichen. Das multimediale Online-Angebot besteht aus vier Haupt-Menüpunkten: Spenden, Stiften, Strahlen und Service.

In der Rubrik „Spenden“ werden die unterschiedlichen Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung von sozialen Projekten und caritativen Verbänden dargestellt. Diese reichen von der Spende für aktuelle Projekte aus dem ganzen Bistum Limburg bis hin zur Option, eigene Spendenaktionen aufzusetzen. Die Kategorie „Stiften“ richtet sich an alle Interessenten, die mehr über das Stiftungswesen im Bistum erfahren wollen und eventuell selbst zu Stiftern werden möchten.

Inspiration und Vorbild für andere sein, darum geht es in der Rubrik „Strahlen“. Dort werden Kampagnen der Caritas-Gemeinschaftsstiftung gezeigt sowie im Blog-Bereich erfolgreiche Projekte vorgestellt. Der Service-Teil rundet das Angebot der Plattform ab mit einem Newsletter, Veranstaltungshinweisen und kostenfreien Download-Informationen zu den Themen Spenden und Stiften sowie Material für die Presse.

Den Artikel können Sie auch als PDF-Dokument herunterladen, Spenden Stiften Strahlen, 95 KB

StudentInnen im HdV kommen zu Wort


Über Ghana ins HDV – mein Weg in die Soziale Arbeit

Bereits vor dem Studium konnte ich verschiedene Arbeitsbereiche der Sozialen Arbeit ausprobieren. Angefangen hat bei mir alles mit einem freiwilligen sozialen Jahr in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Im Laufe dieses Jahres wurde mir immer klarer, dass es mir Freude bereitet, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch sehr unsicher war, wie genau meine berufliche Zukunft aussehen könnte, entschied ich mich dazu, noch einen Freiwilligendienst im Ausland zu absolvieren. Nach einer intensiven Bewerbungsphase und langem Hin und Her überlegen fiel meine Praxisstelle auf eine Grundschule in Ghana, wo ich ein aufregendes und lehrreiches Jahr verbrachte.

Von Ghana aus habe ich mich entschieden, dass ich auf jeden Fall im Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit arbeiten möchte. Auf einen bestimmten Bereich konnte ich mich jedoch noch nicht festlegen. Außerdem war es mir wichtig, mir nicht nur theoretisches Wissen anzueignen, da ich die zwei Jahre zuvor so vieles durch die Arbeitspraxis gelernt habe.

Nach langer Suche stieß ich auf den Studiengang „BASA Dual“ in Fulda. Zugelassen werden kann jede*r, mit einer Zulassungsberechtigung einer Hochschule und einem Praxispartner der Hochschule Fulda. Über die Studiengangleitung Frau Leibold erhielt ich eine Liste der derzeitigen Praxispartner.

Das Haus der Volksarbeit e. V. erschien mir aufgrund der vielen verschiedenen Tätigkeitsfelder als sehr interessant. Vor dem Bewerbungsgespräch wurde mir erklärt, dass die Studierenden die ersten zwei Jahre ihres Studiums in einer der Krabbelstuben verbringen und danach ein Wechsel in einen anderen Bereich angedacht ist.

Da ich selbst gerne verschiedene Bereiche der Sozialen Arbeit kennenlernen möchte, kam mir diese Aufteilung sehr entgegen.

Kurze Zeit später hospitierte ich für einen Vormittag in der Krabbelstube am Park, um mir einen Eindruck von der Arbeit im U3-Bereich machen zu können.

Mir gefiel die liebevolle Arbeitsweise mit den Kindern und der Umgang miteinander sehr gut, sodass ich mir vorstellen konnte, dort die erste Hälfte meines Studiums zu verbringen.

Die erste Zeit meines Studiums war für mich sehr aufregend. Eine neue Arbeitsstelle, mit für mich bisher völlig neuen Aufgaben, erste Kontakte mit Kolleg*innen, Kindern und auch Eltern knüpfen. Währenddessen stand ich vor der Aufgabe, mich in ein Studium einzufinden, welches weitestgehend online stattfindet.

Das Studium begann mit einem Präsenzwochenende, bei dem wir alle wichtigen Informationen für den Anfang bekamen und uns gegenseitig kennenlernen konnten.

Der Studiengang BASA Dual besteht aus sogenannten Online-Modulen, die von Zuhause aus bearbeitet werden und aus Präsenzmodulen, die an zwei Tagen im Monat an der Hochschule gelehrt werden. Außerdem findet an einem der zwei Präsenztage eine Praxisreflexion statt, um in einem geschützten Rahmen gemeinsam über Arbeitssituationen oder Konflikte im Team sprechen zu können.

Die offene Art der Kinder, aber auch der Kolleg*innen und Eltern verhalfen mir dabei, mich in die neuen Aufgaben einzufinden. Wenn ich mich bei einer Tätigkeit unsicher fühle, kann ich mich auf die Unterstützung des restlichen Teams verlassen.

Mit diesem Rückhalt konnte ich mich Schritt für Schritt an die verschiedenen Aufgaben herantasten und nach und nach die ersten kleineren Projekte mit den Kindern machen, selbst Kinder eingewöhnen und auch erste Elterngespräche mitbegleiten und führen.

Die letzten Monate haben sich mein Uni- und Arbeitsalltag durch die Corona Pandemie sehr verändert. Bei den Online-Modulen, die den Großteil des Studiums ausmachen, hat sich nichts verändert. Dafür gab es bei den monatlichen Präsenzveranstaltungen umso mehr Veränderungen. Bei den Präsenzveranstaltungen werden nämlich zum Großteil Themen behandelt, bei denen das gemeinsame Arbeiten an der Hochschule sinnvoll ist.

Zwar bleibt mir dadurch der lange Weg nach Fulda erspart, jedoch kommt auch der wichtige Austausch mit den Kommiliton*innen viel zu kurz.
Das hat zur Folge, dass der so wichtige Austausch mit den anderen Studierenden nur schwer möglich ist. Derzeit sind Präsenztage an der Uni für Januar 2021 geplant. Hierfür wurde unser Kurs bereits in zwei Kleingruppen aufgeteilt, damit ein Ansteckungsrisiko so gering wie möglich gehalten wird.

In der Krabbelstube haben wir inzwischen auch einige Wochen Notbetreuung hinter uns gebracht. Zu dieser Zeit galt es, neue Wege zu finden, mit den Kindern und Eltern in Kontakt zu bleiben. Es wurden Rundbriefe, Bastelideen und auch eine Videobotschaft an die Familien geschickt.
Inzwischen können wieder alle Kinder betreut werden, jedoch besteht noch immer die Aufgabe, Alternativen für Elternabende, Austauschtreffen und ähnliche Veranstaltungen zu finden.

Für mich steht im April des nächsten Jahres ein Wechsel in eine andere Einrichtung an, um dort die letzten zwei Jahre meines Studiums Praxiserfahrung zu sammeln. Ich bin gespannt, was das restliche Studium mit sich bringt und freue mich darauf, neue Eindrücke zu sammeln.

Saskia Gerstenbüchler, 21.10.2020

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Umweltschutz muss sich gut anfühlen, damit er selbstverständlich wird...

Am Umweltnachmittag im HdV gab es wertvolle Tipps

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